MOSS Umsatzsteuer Voranmeldung BZSt

Neuregelungen zur Umsatzsteuer Voranmeldung – Mini One Stop Shop (MOSS)

“Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt,
wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld?“
 (Liedtext Jupp Schmitz aus 1949).

Neue Umsatzsteuer-Voranmeldung für elektronische Dienstleistungen

Als Unternehmer hat man wahrlich genug damit zu tun, innovative Produkte zu entwickeln, Kunden zu gewinnen und zu betreuen. Das Letzte was man gebrauchen kann, sind neue Verwaltungsarbeiten. Doch ab 1. Januar 2015 stehen Neuerungen bei der Umsatzsteuer ins Haus, die deutliche Mehrarbeiten verursachen können.

Was ändert sich?

Ab 01. Januar 2015 unterliegen elektronisch erbrachte Dienstleistungen an Nichtunternehmer (B2C) in der EU der Umsatzsteuer des EU-Landes, in dem der Kunde ansässig ist.

Ein Beispiel:

Unternehmer D aus Deutschland betreibt eine Website, über die Kunden Software zum Download kaufen können. Ein privater Endkunde mit Wohnsitz in Amsterdam lädt diese Software herunter.

D muss den Umsatz aus dem Sofwareverkauf in den Niederlanden umsatzversteuern. Es gilt der dortige Umsatzsteuersatz von zurzeit 21%.

Anforderungen

Wer also künftig elektronische Dienstleitungen erbringt muss
– wissen, in welchem Land sein Kunde ansässig ist,
– ermitteln, ob es sich um einen Unternehmer oder Nichtunternehmer handelt,
– die richtige Umsatzsteuer errechnen (28 EU-Mitgliedsländer, 75 verschiedene Umsatzsteuersätze),
– eine neue, zusätzliche vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldung abgeben,
– die Nachweise 10 Jahre aufheben.

MOSS – Mini One Stop Shop

Der Gesetzgeber hat für die Neuregelungen ein vereinfachtes Besteuerungsverfahren eingeführt. Damit ein Unternehmer in Deutschland nicht gezwungen ist, in bis zu 28 Ländern quartalsweise neue Umsatzsteuervoranmeldungen für elektronische Dienstleistungen abzugeben, kann er dies über eine Behörde im Inland, nämlich über das BZSt (Bundeszentralamt für Steuern) abwickeln. Dies ist der sogenannte Mini One Stop Shop.

Registrierung vor dem 01. Januar 2015 notwendig

Wer diese Vereinfachung nutzen möchte, muss sich für das MOSS-Verfahren beim BZSt (Bundeszantralamt für Steuern) elektronisch registrieren.

Wichtig ist, sich vor dem 31.12.2014 zu registrieren!

Sie müssen sich vor Beginn des Besteuerungszeitraums anmelden, zu dem Sie die Vereinfachungsregelung erstmals in Anspruch nehmen wollen. Besteuerungszeitraum ist hierbei das Kalendervierteljahr. Melden Sie sich zum Beispiel zum 01.02. eines Kalenderjahres an, können Sie das Verfahren erst ab dem 01.04.nutzen.

Registrieren Sie sich bis zum 31.12.2014, können Sie ab dem
01.01.2015 am MOSS-Verfahren teilnehmen. 

Alte und neue Umsatzsteuer-Voranmeldung

Neben der bisherigen Umsatzsteuervoranmeldung an das Betriebstätten-Finanzamt, kommt nun ggf. eine zweite vierteljährliche Umsatzsteuer-Voranmeldung beim Bundeszentralamt für Steuern hinzu.

Die Umsätze für elektronische Umsätze muss man aber nicht nur in der neuen USt-Voraneldung beim BZSt, sondern auch in der regulären Umsatzsteuer-Voranmeldung aufführen, obwohl diese in Deutschland gar keine Umsatzsteuer auslösen. Die Umsätze sind also zweimal zu deklarieren.

Wichtige Hinweise:

  • Termin 31.12.2014 zur Anmeldung nicht versäumen
  • Bedenken Sie die Auswirkungen der geänderten Steuersätze auf Ihre Preisgestaltung
  • Nehmen Sie rechtzeitig die Anpassung im Bereich Rechnungswesen und Faktura in Angriff

Download weitere Informationen und Checkliste

Für weitergehende Informationen haben wir ein Merkblatt für Sie zusammengestellt, welches Sie hier herunterladen können:

MOSS Mini One Stop Shop

MOSS Mini One Stop Shop

 

Download:

MOSS – Mini One Stop Shop Information

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